Für Vereinsvorstände besteht die Möglichkeit in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert zu sein. Damit wären sie auf dem Vereinsgelände und ggf. in der Vereinsgaststätte bei Unfällen versichert.

Damit Vereinsvorstände die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung in Anspruch nehmen können, müssen sie sich allerdings freiwillig in der gesetzlichen Unfallversicherung anmelden. Eine automatische Anmeldung in Form der Pflichtversicherung – wie bspw. bei Arbeitnehmern – gibt es nicht.

Die freiwillige Anmeldung ist erforderlich, da Vereinsvorstände keine Arbeitnehmer des Vereins sind. Da die Mitglieder in das Amt als Vereinsvorstand gewählt werden, gelten sie auch nicht “wie Arbeitnehmer” nach § 2 Abs. 2 SGB VII und sind daher nicht pflichtversichert. Der Gesetzgeber begründet das damit, dass das Amt als Vereinsvorstand wegen der Wahl eben nicht dem allgemeinen Arbeitsmarkt zugänglich ist. 

Aus diesem Grunde bietet der Gesetzgeber den Vereinsvorständen jedoch durch die freiwillige Anmeldung die Möglichkeit sich gegen Unfälle bspw. auf dem Vereinsgelände dennoch in der gesetzlichen Unfallversicherung abzusichern. 

Schon versichert?

Einige Dachverbände von Vereinen haben Sammelverträge für alle Vorstände der ihnen angeschlossenen Vereine abgeschlossen und auch den Beitrag übernommen, z. B. einige Landessportbünde. Wenn Ihr Verein in einem Dachverband Mitglied ist, bietet es sich daher an, vorher zu prüfen, ob nicht über diesen Dachverband schon ein Versicherungsschutz für den Vereinsvorstand besteht. 

§ 6 SGB VII:

(1) 1Auf schriftlichen oder elektronischen Antrag können sich versichern

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(…)

gewählte oder beauftragte Ehrenamtsträger in gemeinnützigen Organisationen,

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2In den Fällen des Satzes 1 Nummer 3 kann auch die Organisation, für die die Ehrenamtsträger tätig sind, oder ein Verband, in dem die Organisation Mitglied ist, den Antrag stellen; eine namentliche Bezeichnung der Versicherten ist in diesen Fällen nicht erforderlich. 3In den Fällen des Satzes 1 Nummer 4 und 5 gilt Satz 2 entsprechend. 

(2) 1Die Versicherung beginnt mit dem Tag, der dem Eingang des Antrags folgt. 2Die Versicherung erlischt, wenn der Beitrag oder Beitragsvorschuß binnen zwei Monaten nach Fälligkeit nicht gezahlt worden ist. 3Eine Neuanmeldung bleibt so lange unwirksam, bis der rückständige Beitrag oder Beitragsvorschuß entrichtet worden ist.