Bestimmte gemeinnützige Einrichtungen (bspw. alle gemeinnützigen Vereine und Stiftungen) erhalten für die Zahlung des Rundfunkbeitrages einen Rabatt. Der Rundfunkbeitrag wird für jede Betriebsstätte nach § 5 Abs. 3 des Rundfunkbeitragsstaatsvertrags auf höchstens 1/3 des Rundfunkbeitrages beschränkt. Die Höhe des Rundfunkbeitrages ergibt sich aus § 8 des Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrags, der auf derzeit € 17,50 festgesetzt wurde. Der Beitrag reduziert sich damit auf höchstens € 5,80.

Zu den berechtigten gemeinnützigen Einrichtungen zählen:

  • eingetragene gemeinnützige Vereine und Stiftungen,
  • gemeinnützige Einrichtungen für behinderte Menschen, insbesondere Heime, Ausbildungsstätten oder Werkstätten für behinderte Menschen,
  • gemeinnützige Einrichtungen der Jugendhilfe im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (Achtes Buch des Sozialgesetzbuches),
  • gemeinnützige Einrichtungen für Suchtkranke, der Altenhilfe, für Nichtsesshafte und Durchwanderheime,
  • öffentliche allgemeinbildende oder berufsbildende Schulen, staatlich genehmigte oder anerkannte Ersatzschulen oder Ergänzungsschulen, soweit sie auf gemeinnütziger Grundlage arbeiten, sowie Hochschulen nach dem Hochschulrahmengesetz.

Auch müssen diese Einrichtungen keine Beiträge für zugelassene Kraftfahrzeuge zahlen, wenn diese Kraftfahrzeuge ausschließlich für Zwecke der Einrichtung genutzt werden.

Die Gemeinnützigkeit kann der jeweiligen Landesrundfunkanstalt bei Gründung des Vereins bzw. Errichtung der Stiftung bspw. durch die Bescheinigung über die satzungsmäßigen Voraussetzungen nach § 60a AO nachgewiesen werden.

Gemeinnützige GmbHs fallen nicht per se in die Ausnahme und können den Beitrag nur dann reduzieren, wenn es sich um eine besonders berechtigte Einrichtung (s.o.) handelt.